Institut Mensch, Technik und Teilhabe


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Vom IMTT betreute Bachelor-Thesisarbeiten im WS2015/16

Im Rahmen des AGW-Tags zum Ende des Wintersemesters 2015/16 wurde der aktuelle Stand der Studienabschlussarbeiten von den Studierenden in einer Poster-Session präsentiert. Zu den von Mitgliedern des IMTT betreuten AGW-Bachelor-Thesisarbeiten zählten u. a. die Arbeiten von Frau Julia Barner und Frau Anastasia Lebedeva:

Frau Barner hat mit ihrer Bachelorthesis eine App-gestützte Methode konzipiert, die zur Steigerung der Therapieadhärenz bei Patienten mit chronischen Krankheiten – im Speziellen rheumatoide Arthritis – führen soll. Durch die Nutzung einer App auf Basis des „Gamification“-Ansatzes sollen therapeutische Handübungen zuhause regelmäßig und ohne fremde Anleitung von den Betroffenen selbst durchgeführt werden. Durch spielerische Abwechslung und Belohnung soll die Motivation und Langzeitausübung gesichert werden. Die Sicherung der Therapieadhärenz kann neben einer Steigerung des Therapierfolges dazu führen, dass unnötige Kosten in der Gesundheitsversorgung vermieden werden.

Frau Lebedeva hat im Rahmen ihrer Bachelorthesis ein neuartiges Konzept entwickelt, mit dessen Hilfe die Langzeitmotivation von Krankenhausmitarbeitern zur Einhaltung der Handhygienevorschriften zukünftig verstärkt und aufrechterhalten werden soll. Eine Hardware/Software- Plattform auf Basis des „Gamification“-Ansatzes soll die Fachkräfte durch situatives Feedback und Belohnungsmechanismen dabei unterstützen und anregen, sich jederzeit korrekt die Hände zu desinfizieren. Durch das nachhaltige Vermeiden von Krankenhausinfektionen können etwaige dadurch verursachte schwere Krankheitsverläufe vermieden sowie Kosten eingespart werden. Zu den Ergebnissen von Frau Lebedevas Arbeit zählt u. a. ein interaktiver Prototyp („Mock-up“), mit dem die Benutzeroberfläche der Software simuliert werken kann.

Frau Katherina Butz untersuchte in ihrer Bachelorthesis die Frage inwiefern der Einsatz audiovisuellen Medien einen Beitrag zur Aktivierung von Menschen mit Demenz leisten kann. In einer Testphase wurde 12 Probanden in mehreren Sitzungen Filmmaterial aus dem Videoportal Youtube sowie selbstgedrehte Filme auf Basis biographischer Daten vorgespielt. Mittels offener teilnehmender Beobachtung wurde das Verhalten der Teilnehmer analysiert. Die Kurzfilme regten einen Teil der Menschen mit Demenz zu positiven Erinnerungen und Gesprächsthemen an. Der Einsatz von Kurzfilmen kann somit zur Erweiterung des Spektrums in der Erinnerungspflege beitragen.

Frau Christin Schmidt beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Frage, wie die Bedarfslage von beeinträchtigten Personen zur Unterstützung eines selbständigen Lebens zuhause sinnvoll gestaltet werden kann. Der Fokus wurde hierbei auf die Unterstützungsmöglichkeiten durch technische entlastende Alltagshilfen gerichtet. In einer umfassenden Recherche wurden Konzepte und Best Practice Beispiele zusammengetragen, um hieraus eine strukturierte Leitlinie für die Analyse, Beratung und Auswahl technischer Alltagshilfen zu konzipieren. Im Ergebnis entstand eine umfassende Leitlinie die für die Beratungspraxis zum Beispiel in kommunalen Beratungsstellen eine wertvolle Unterstützung bietet.