Institut Mensch, Technik und Teilhabe


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Foto-Portrait-Ausstellung zum Verhältnis von Mensch und Technik bei Krankheit und Behinderung

Ein Teil von mir

„Ein Teil von mir“ ist der Name des Projektes, welches im Rahmen einer Studienarbeit der Hochschule Furtwangen im Jahr 2016 entstanden ist. Das Projekt befindet sich mittlerweile in der dritten Generation unter Beteiligung von inzwischen siebzehn Studierenden des Studiengangs „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ an der Hochschule Furtwangen und wird seit der ersten Stunde von Herr Prof. Dr. Peter König geleitet.  Von ihm stammt die Intention, das persönliche Erleben von Menschen mit einer körperlichen Einschränkung auf künstlerische Weise darzustellen. Zentrale Themenfelder die das Projekt aufgreift, sind unteranderem die Beziehungen der Menschen zu ihrem technischen Hilfsmittel und sich daraus ergebende Chancen und Risiken der Betroffenen, sowie deren Platz in der Gesellschaft. Ziel des Projekts ist es, eine Foto-Portrait-Ausstellung zu realisieren. In diesem Rahmen sollen Erfahrungen und die ganz persönlichen Geschichten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Text- und Bildtafeln möglichst authentisch dargestellt werden und die Gesellschaft zum Thema Behinderung und Technik sensibilisiert werden.

Um die Idee konkret umzusetzen, bedurfte es im Vorfeld umfangreicher Recherchearbeit. Schlüsselthemen wie Formen und Erleben von Stigmatisierung aus Sicht der Betroffenen wurden gründlich recherchiert und aufgearbeitet. Was bedeutet überhaupt Stigmatisierung? Welche Rolle spielt sie in unserer Gesellschaft, und wie gehen Betroffene damit um? Des Weiteren wurden in der ersten Projekthälfte Ermittlungen über das Konstrukt „Behinderung“ in unserer Gesellschaft angestellt. In Verbindung dazu, wurde ein Augenmerk auf die Alltagsbewältigung der Betroffenen gelegt. Was gibt körperlich oder geistig behinderten Menschen Halt im Alltag? Wie können sie diesen physisch sowie psychisch meistern? Welche Chancen bietet ihnen dabei ein technisches Hilfsmittel? Eine wichtige Rolle spielt auch die Akzeptanz des Hilfsmittels bzw. Gründe für dessen Ablehnung. Welche Nachteile oder Gefahren können sich daraus für Betroffene ergeben? Mithilfe von studienbasierten Recherchen suchte die erste Projektgruppe Antworten auf Fragen wie diese, um eine wissenschaftliche Basis zu schaffen, auf der das Projekt aufbauen kann. Diese Basis stellt sozusagen den theoretischen Grundstein dar, der die praktische Ausführung im späteren Verlauf erst möglich machte.

Um dem Publikum einen möglichst unvoreingenommenen und unverfälschten Zugang zu jeder Person zu gewähren, haben wir uns viele Gedanken über die Art der Gestaltung gemacht. Da es sich bei dem Projekt um die Umsetzung einer Portraitausstellung handelt, war es notwendig, sich über verschiedene Kunst- und Fototechniken zu informieren, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu erlangen. Dazu wurde ausführlich über verschiedene Bildperspektiven und ihre Wirkung auf den Zuschauer geforscht.

Aufbauend auf dem wissenschaftlichen Fundament, konnte die Projektgruppe im Laufe von zwei Jahren fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen, mit denen gemeinsam auf die Realisierung der Foto-Portrait-Ausstellung hingearbeitet wurde. Im weiteren Verlauf ging es um die Planung und Organisation der ersten Fotoportraitausstellung. Bis hin zur fertigen Ausstellung mit eigenem Name und Logo des Projekts, war es ein weiter Weg. Die Entwicklung von „Ein Teil von mir“, beginnend mit einer Fragestellung und Zielsetzung, über das Akquirieren von Probanden, bis hin zur Eröffnung der ersten Ausstellung auf einem Fachkongress in Hall, Österreich hat sich letztendlich als spannendes, gewinnbringendes Projekt erwiesen, das wir einer größeren Öffentlichkeit präsentieren möchten.

Kontakt

Prof. Dr. Peter König

Institutsleitung

Professor für Pflege und Rehabilitationsmanagement